Zwingerschutz "vom Küstennebel " / FCI-Zwinger Nr.: 82/05 national: 2223
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FH DM Jule 15.-16.10.2011

Für mich bist du die BESTE !

Dieses Sportjahr war für mich nicht nur ereignisreich, sondern überraschend zugleich.
Mein Fokus lag in diesem Jahr eigentlich auf meiner Malinoishündin Vita und unserer Nachzuchthündin Bizz-Kitt.
Mit Vita habe ich im Frühjahr bei ihrer ersten VPG3- Prüfung überraschend die
Qualifikation zur Landesmeisterschaft im DVG erreicht. Diese fand Ende August statt.
Also: intensive Vorbereitung!
Bizz-Kitt hat im Frühjahr eine hervorragende Jugendbeurteilung hingelegt, sodass wir uns einig waren, sie im Schutzdienstbereich so zu fördern, dass sie im Herbst ihre Zuchttauglichkeitsprüfung besteht.
Gesagt - Getan !
Unsere Jule legte im Frühjahr beim PHV Reesdorf mit mir die IPO-FH, ihr letztes fehlendes Ausbildungskennzeichen, im Fährtenbereich ab.
Nun gestalteten sich unsere Trainingseinheiten etwas anders und sie ruhte sich eigentlich fast den ganzen Sommer auf ihren „Lorbeeren“ aus. Ich wollte ihr nun mit 8 1/2 Jahren etwas Ruhe gönnen.
Ich merkte jedoch recht schnell, dass Jule dies etwas anders sah.
Im Hause stiftete sie ihre Tochter fortwährend zu Blödsinn an, flippte auf unseren Spaziergängen vor lauter Übermut förmlich aus.
So entschloss ich mich kurzerhand mit ihr (obwohl nicht wirklich trainiert) an der FH-Quali des RZV-H teilzunehmen.
Wir wollten eine nette Abschlussprüfung absolvieren; noch einmal teilgenommen haben.
Nicht vorhersehbar war allerdings, dass sich Jule wieder einmal zur FH-DM qualifizieren würde.
Wir starteten also noch einmal auf der DM. Okay.
Ich hatte mir fest vorgenommen mit ihr nun doch ein paar Übungseinheiten mehr einzuschieben.
Leider gelang mir dies nicht, denn mein Kalender war überfüllt mit Terminen für den RZV H, sodass wir uns wieder nur auf das Nötigste beschränken mussten und ich auf ihren guten Aufbau in der Fährte hoffen musste.
Bei der DM fühlte ich mich nicht wirklich gut. Denn was war, wenn Jule auf Grund meines Zeitmangels zum trainieren diese Prüfung nicht bestehen würde? Das hätte sie nicht verdient!
Kurz vor unserem Auftritt merkte ich schon, dass sie extrem aufgedreht war. Nachdem ich ihr das Fährtengeschirr angelegt und sie sich gelöst hatte (ist immer unser Ritual zur Vorbereitung) scharrte sie in ihrer Anhängerbox wie
ein Bulle. Jegliche Versuche, etwas Ruhe ins Geschehen zu bringen, scheiterten.
Na das kann ja heiter werden, dachte ich mir. Jule ist völlig übermotiviert.
Nun war es soweit. Wir meldeten uns ordnungsgemäß beim Richter an und gingen zum Fährtenansatz. Für Jule war es wie eine Erlösung. Sofort folgte sie der Fährte mit tiefer Nase, mit hoher Rute und in ihrem gewohnten „Affenzahn“.
Bei ihrer Suche sah ich das erste Mal ein Verhalten, das ich von ihr bislang nicht kannte. Mehrmals drehte sie sich auf der Fährte in Windeseile um die eigene Achse, ohne dabei vom Fährtenverlauf abzuweichen. Trotz allem ist dies fehlerhaft. Bei ihrem Tempo suchte sie den zweiten spitzen und den letzten Winkel nicht sauber aus.
Außerdem hatte sie sich dummerweise entschieden, 4 Gegenstände liegen zu lassen.
Ich war schon ein wenig verwundert, aber dennoch sehr stolz auf sie. Zügig und eifrig mit einem unbändigen Willen zur Fährtensuche beendete sie ihre FH 2 nach 10 Minuten und 28 Sekunden.
Der Lohn für ihre Arbeit waren 82 Punkte, die uns den 12. Platz sicherten.
Unsere gute und intensive Aufbauarbeit zahlte sich aus. Jule konnte trotz mangelnder Vorbereitung auf Erlerntes zurückgreifen. (mit einigen Überraschungen)
Im Februar wird sie nun 9 Jahre alt. Sie erfreut sich bester Gesundheit bei einer guten Kondition und ich wünsche mir, dass dies noch viele Jahre so bleibt.
Sie hat mich nie im Stich gelassen und deshalb ist und bleibt sie MEINE BESTE!